Cleaneating als Wettkampfvorbereitung?

Vor der Geburt meines Sohnes wurde meiner Frau empfohlen, einen Monat vor der Geburt die Ernährung umzustellen, komplett auf industriell hergestellten #Zucker zu verzichten und nur noch Vollkornprodukte zu verwenden. Als guter Ehemann zeigte ich mich solidarisch und machte die „Diät“ mit. Diese Form der Diät/Fasten oder wie auch immer man es nennen mag wird so – oder in leicht abgewandelter Version – als #Cleaneating bezeichnet. Geprägt wurde dieser Begriff von Tosca Reno, die auch zahlreiche Bücher dazu geschrieben hat.

Durch diese Ernährungsumstellung soll die Aufnahme von so genannten leeren Kalorien vermieden werden. Was sich im ersten Moment noch relativ simpel anhört wird in der Praxis am Anfag ein schwieriges Unterfangen. Es ist nicht zu glauben, wo überall industrieller Zucker verarbeitet ist. Dass in Schokoloade Zucker ist, weiß man, aber in Frischkäse oder Mais? Es stellte sich schnell heraus, dass sowohl Auswärtsessen, Bestellen oder das Kantinenessen umöglich sind. Salat kann man nur ohne Dressing bestellen, da selbst wenn kein Zucker selbst beigemischt wird, er meistens über den Senf doch zugesetzt ist. Positiv formuliert wird man jedoch gezwungen vermehrt selber zu kochen. Der „wow! Effekt“ kam nach zwei Wochen In der ersten Woche merkte ich relativ wenig, bis gar nichts. Man liest viel, dass man durch den Zuckerverzicht leicht reizbar wird, was ich zum Glück an mir nicht feststellen konnte. Auch verlor ich kein Gewicht. Was sich allerdings von Beginn an schnell einstellte, war eine noch nie da gewesene Lust am selber Kochen und vor allem am Experimentieren. Man muss sich bewusster entscheiden was man isst und welche Zutaten man verwendet. Was beim Einkaufen dann am Anfang noch stressig wirkt, entwickelt sich aber schnell zu einem neuen Hobby. Nach zwei Wochen kam dann allerdings der „wow! Effekt“ in Form von noch nie gespürter #Fitness und guter Laune. Das Aufstehen fiel leichter und ich fühlte mich deutlich fitter. Netter Nebenffekt war ein – nicht beabsichtigter – Gewichtsrückgang von 3 Kg. Clean Eating für jeden geeignet? Du wirst jetzt wahrscheinlich sagen, das hört sich ja wunderbar an, aber ich habe einfach nicht die Zeit, jeden Tag selber zu kochen und bin froh, wenn ich kurz Zeit finde in der Kantine etwas zu essen, abends zum Sport zu kommen und mich dann noch um die Kinder zu kümmern. Ich würde nicht sagen, dass ich mich dauerhaft nach dieser Methode ernähren würde. Zum Einen kommt nach einer Zeit die Lust auf einen richtigen Burger, weiße Pasta oder ein Eis deutlicher auf und das möchte ich nicht missen und zum Anderen wäre der zeitliche Aufwand dauerhaft in der Tat zu hoch. Für ein paar Wochen, zB während der Fastenzeit oder als Wettkampfvorbereitung kann ich es jedoch uneingeschränkt empfehlen. Es gibt wunderbare Rezepte im Internet, deren Zubereitung nicht lange dauert und die sich Tage im Kühlschrank halten. Überredet Euren Partner, Freunde oder Familie mitzumachen und bekocht Euch gegenseitig. Wir haben zB im Büro und im Freundeskreis in dieser Zeit „Das perfekte CleanDinner“ eingeführt und uns gegenseitig zu „cleanen Hochleistungen“ gepusht, so dass es keine Qual sondern Spass wird. Für Rezepte empfehle ich Euch zB die Sammlung von Deliciously Ella die mega lecker sind und auch schnell gehen. Wenn es dann doch mal noch schneller gehen soll, empfehle ich Euch die Salatdressingmixe von Just Spices. So könnt Ihr Euch einfach einen Salat ohne Dressing bestellen und innerhalb von 10 Sekunden ein leckeres Dressing selber machen. Auch empfehlen kann ich Euch VaPiano, dort gibt es einige Pasta Saucen ohne Zusatz von Zucker. Ein paar Bilder unserer perfekten Cleaneating Dinner als #Motivation hänge ich dran. Habt Ihr Cleaneating schonmal ausprobiert?

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